Stift Rein Spezial 2020

1. Stift Rein – wie alles begann
Die Ausgrabungen der letzten Jahre brachten das frühmittelalterliche Kloster wieder ans Tageslicht, erbaut nach dem Idealplan der Zisterzienser. Der Weg führt die Besucher durch die alte Klosteranlage zum Kapitelsaal mit dem Grab des Stifters. Die Bibliothek lüftet das Geheimnis des 800 Jahre alte Reiner Musterbuch, das den Formenschatz der Zisterzienser für Buchmalerei, Bauplastik und Glaskunst hütet.
Mag. Edeltraud Taxacher 18.07.2020 um 14 Uhr

2. Die Schreibstube der Reiner Mönche
Wie sahen Bücher im Mittelalter aus? Wer schrieb sie und womit? Die Herstellung von Büchern war im Mittelalter eine sehr mühevolle Angelegenheit. Ein Gang durch die Reiner Stiftsbibliothek gibt Einblicke in die faszinierende Welt des mittelalterlichen Buches vor nach der Erfindung des Buchdrucks: Die Arbeit der Schreiber und Buchmaler, ihre Schreibgeräte, Tinten und die Färbemittel, die für die prachtvollen Buchmalereien erforderlich waren.
Dr. Elisabeth Brenner 11.07. und 31.10.2020 um 14 Uhr

3. Die Äbte von Rein – Mönche, Bauherren, Politiker
In der fast 900jährigen Geschichte des Zisterzienserstiftes Rein haben 57 Äbte als Vorsteher der Klostergemeinschaft gewirkt. In diesen Jahrhunderten erlebte das Kloster gute und weniger gute Zeiten. Unter den Äbten gab es viele fähige und interessante Persönlichkeiten, die als Bauherren hervortraten, die wirtschaftliche Lage des Stiftes stärkten, aber auch in der steirischen Landespolitik aktiv waren.
In dieser Spezialführung werden die bedeutendsten Äbte vorgestellt und ihre Leistungen für das Kloster präsentiert.
Dr. Gabriela Stieber 05.09.2020 um 14 Uhr

4. Das Gesamtkunstwerk der Basilika
Namhafte Handwerker und Künstler des 18. Jahrhunderts haben mit der Basilika, dem Gotteshaus von Stift Rein, ein Gesamtkunstwerk geschaffen. Nach umfassender Restaurierung erstrahlt es wieder im Glanz seiner Entstehungszeit, des Barock. In einer Spezialführung erschließt sich die formenreiche Pracht und lässt erahnen, dass diese Kirche auf die Menschen von damals wie "Ein Himmel auf Erden" gewirkt haben muss.
Dr. Elisabeth Brenner 27.06. und 17.10.2020 um 14 Uhr

5. Der Kosmos des Klosters
Stift Rein war und ist viel mehr als die Kirche und das Kloster. Ein Rundgang durch die Außenanlagen des Stiftes führt durch den ganzen Kosmos einer mittelalterlichen Abtei mit den Höfen, den Befestigungsanlagen aus der Türkenzeit oder den Fischteichen. Er zeigt die Mühle und den Barockgarten und erzählt vom Wachsen des bald 900 Jahre alten Zisterzienserklosters.
Mag. Hanneliese Clarici 12.09.2020 um 14 Uhr

6. Die Kraft der Natur – der Reiner Ulrichsberg
Stift Rein ist in fast 900 Jahren mit der kraftvollen Natur verschmolzen. Gut spürbar ist das auf dem bewaldeten Hügel hinter dem Kloster, dem Ulrichsberg. Der Mischwald birgt nicht nur Geheimnisse aus dem Reich der Biologie und Geologie, sondern ist auch Zeuge des Klimawandels. Vom gotischen Kirchlein, das dem Heiligen Ulrich geweiht ist, gibt es einen herrlichen Fernblick. Der Weg ist leicht zu erklimmen, aber bitte mit gutem Schuhwerk!
Mag. Harald Schimek 04.07.2020 um 14 Uhr

7. Junge Entdecker und Tierfreunde aufgepasst!
Was macht der Panther mit dem Löwen und was das Lamm mit der Taube? Finde es heraus im Tiergarten Stift Rein! Tiergarten??? Seit wann gibt es denn in einem Kloster einen Tiergarten? Suchen wir gemeinsam in den alten Mauern die Tiere der Mönche, der Heiligen und der Herzöge. Auch noch eine Mutprobe gefällig? Klettere doch mit uns in die Gruft der Mönche und besuche dort ganz besondere Haustiere. Taschenlampe nicht vergessen!
Irmgard Reiter 27.06. und 19.09.2020 um 14 Uhr

8. Das Schaffen der Mönche für die Steiermark
Seit fast 1000 Jahren hinterlässt die Arbeit der christlichen Mönche deutliche Spuren in der Steiermark. Das bezeugen bis heute bäuerliche Landwirtschaft, Weinberge, Wälder, Bergbaue, Fischteiche und Mühlen. Nicht zu vergessen natürlich die vielen Kirchenbauten und Bildstöcke im Land.
Mag. Gerhard Fürnhammer 22.08.2020 um 14 Uhr

9. Der Stollen durch den Ulrichsberg
Die Bedeutung des Wassers war auch den Gründern von Stift Rein bewusst. Mit gutem Schuhwerk gehen wir der Wasserversorgung des Klosters im Mittelalter nach: Vom Mühlbachgraben zum Stollen des Ulrichsbergs, in den Kehrergraben zu den Fischteichen und zurück zur alten Mühle. Der Stollen wurde im 12. Jahrhundert gegraben und verläuft 110 Meter durch den Ulrichsberg.
P. August Janisch 20.06. und 25.07.2020 um 14 Uhr

10. Der Theuerdank – Wie ein Kaiser um seine Braut warb
Zu den wertvollsten Büchern von Stift Rein, entstanden 1517, gehört dieses Versepos des späteren Kaisers Maximilian I. In der erfundenen Figur des Theuerdank, eines 18-jährigen Ritters, besteht er auf dem Weg zu seiner Braut Ernreich (sie steht für Maria von Burgund) allerhand Abenteuer, Gefahren und Prüfungen. Eines von nur 40 Pergamentexemplaren nennt Stift Rein sein Eigen.
Werner Rinner und 26.09.2020 um 14 Uhr